Beschreibung

Afrikas Armutsfalle ist real. Vielfältige strukturelle Hindernisse begrenzen die Entwicklungschancen des Kontinents. Sub-Sahara Afrika ist und bleibt das Armenhaus der Welt. Doch Afrikas Wege aus der Armutsfalle sind ebenso real. Während einige Länder des Kontinents in jeder Hinsicht stagnieren oder zurückfallen, sind seit einigen Jahren aus vielen anderen Ländern beachtliche Entwicklungsfortschritte zu berichten. Dazu zählen ein anhaltend hohes Wirtschaftswachstum sowie signifikante Fortschritte im Kampf gegen Armut und für eine menschenwürdige Entwicklung. Zwar verpasst die aktuelle Weltwirtschaftskrise diesem Trend einen schwerwiegenden Dämpfer, doch langfristig aufhalten, so die Prognose, wird sie ihn nicht.Soziale und wirtschaftliche Fortschritte in Afrika werden ganz entscheidend durch eine armutsorientierte Politik afrikanischer Regierungen beeinflusst. Und diese hat sich in den vergangenen zehn Jahren in vielen Ländern deutlich verbessert. Die neue Qualität von Regierungspolitik fällt nicht vom Himmel. Sie hat ihren Ursprung in der Demokratisierung Afrikas in den späten 1980er und 1990er Jahren und dem Entstehen einer lebendigen Zivilgesellschaft. Eine starke politische Öffentlichkeit schafft heute eine Binnennachfrage nach entwicklungsorientierter Politik und setzt die Mächtigen unter Handlungsdruck. Internationale Entwicklungszusammenarbeit kann diese Trends stärken, gerade in Zeiten der Krise. Bisher hat sie aber nicht genug dazu beigetragen, demokratisches Regieren und armutsorientierte Politik in Afrika zu unterstützen. In jüngster Zeit angestoßene Reformen tragen jedoch dazu bei, die Wirksamkeit von Entwicklungszusammenarbeit zu erhöhen.

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