Beschreibung

Bilder schauen wir an, unser Anschauen scheint durch diese Bilder geführt. In der immer stärker anwachsenden Flut solcher Bilder scheint unser Denken mehr und mehr durch dieses Anschauen bestimmt. Dabei offeriert diese Flut meist nur ein Spiel mit bekannten Formen, die variiert und in vielleicht verblüffender Weise präsentiert werden. Oft sind es dabei aber nur Illustrationen, die einen bekannten Gedanken untersetzen. Wo die Bilder aber in Neuland führen, wo sie uns etwas entdecken lassen, ist die Situation anders. Das Bild - und dies interessiert im vorliegenden Band - hat aber seine eigene Logik. Diese Logik ist nicht einfach die, die wir mit dem Bild illustrieren. Es formt sich nach den uns eigenen Anschauungen und leitet uns dann auch in unserem Denken über die Dinge. In ihm meinen wir denn auch Neues entdecken zu können, auf etwas verwiesen zu sein, was wir uns eben nicht schon immer gedacht haben.Wie kommen wir aber eigentlich an solch Neues, wie können wir etwas erkennen, von dem wir noch keinen Begriff haben? Werden wir im Denken solcher Neuigkeiten durch die Anschauung geführt? Greifen wir hier vor das aus, was wir schon begriffen haben? Wenn dies so ist, müssen wir Anschauungen zu denken lernen. Anschauungen zu denken, heißt dann aber nicht einfach zu illustrieren, was wir begriffen haben. Anschauung zu denken, heißt, vor den Begriff zu schauen. Das vorliegende Buch sucht hier nach ersten Antworten.

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