Beschreibung

Leitende Frage des Buchs ist: Was sind die spezifischen Merkmale der Beziehung von Ärzten und ihren Patienten als personenbezogener Dienstleistung und welchen aktuellen Risiken und Veränderungen ist sie ausgesetzt? Basis der Bearbeitung dieser Frage sind zum einen empirische Erkenntnisse aus umfangreichen Interviews mit Münchner Hausärzten und ihren Patienten, zum anderen institutionentheoretische Analysen der Arzt-Patienten-Beziehung im Rahmen des deutschen Gesundheitssystems. Das Buch zeigt, dass eine theoretisch angeleitete und zugleich empirische unterstützte soziologische Dienstleistungsforschung wichtige Beiträge zum Verständnis des so oft diskutierten Verhältnisses von medizinischen Experten und Betroffenen im Gesundheitswesen liefern kann. Zu den zentralen Einsichten gehört die immense Bedeutung der direkt koproduzierten Leistung zweier interagierender Akteure mit unterschiedlichen Interessen und Kompetenzen, die es u.a. auch schaffen müssen, sich der Steuerungsversuche durch den Gesetzgeber oder öffentlichen Diskussionen zur Gestaltung der Arzt-Patienten- Interaktion zu entziehen.

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