Beschreibung

Der Fussballsport begeistert Woche fuer Woche Millionen von Fussballanhaengern in deren Wohnzimmern, in Gaststaetten und auf den Zuschauerraengen der Stadien. Der Lizenzfussball in Deutschland steht in juengster Zeit in vielerlei Hinsicht im staendigen Veraenderungs- und Weiterentwicklungsprozess. In der Vergangenheit stand die Sportart Fussball lediglich fuer die Austragung eines sportlichen Wettkampfs. Mit zunehmender Kommerzialisierung und Professionalisierung des Fussballs hat sich der Lizenzfussball zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Folglich stellen die Vereine der Fussball-Bundesligen nicht nur auf die Maximierung des sportlichen, sondern auch des wirtschaftlichen Erfolgs ab. Die ausgepraegte Interdependenz dieser beiden Erfolgsgroessen beeintraechtigt und erschwert gleichermassen die Unternehmensfuehrung und -steuerung eines Fussballunternehmens. Neben der Realisierung der sportlichen Ziele ist die Umsetzung der oekonomischen Erfordernisse von essentieller Bedeutung. Die Existenz eines Sportvereins ist nur dann gewaehrleistet, wenn einerseits langfristig ein Einnahmenueberschuss generiert wird und auf der anderen Seite die sportliche Zielsetzung realisiert wird.Alleine die Umsatzzahlen und Bilanzsummen dieses Wirtschaftszweigs verdeutlichen die wirtschaftlichen Moeglichkeiten des Fussballsports. Der in der Bundesliga erwirtschaftete Gesamtertrag der Saison 2005/2006 lag bei ca. 1,29 Mrd. Euro, was einem durchschnittlichen Umsatz von rd. 71,51 Mio. Euro pro Verein entspricht. Die Bilanzsumme der Bundesligavereine lag im Durchschnitt bei 59,6 Mio. Euro. Auf Basis des Mittelwerts sind die Vereine der Bundesliga nach §º 267 HGB de facto als mittelgrosse Kapitalgesellschaften zu klassifizieren. Selbst die Kriterien fuer grosse Kapitalgesellschaften werden von einigen wenigen Bundesligaklubs erfuellt. Die Aufwendungen der Bundesligisten fuer den Aufwandsposten Personal Spielbetrieb entsprechen knapp 40% der Gesamtaufwendungen. Darueber hinaus beanspruchen die Spielergehaelter rund 45% der gesamten Erloese des Fussballunternehmens fuer sich. Im Vergleich zu anderen Branchen ist das eine aussergewoehnliche Quote, die gewisse Risiken mit sich bringt, da viele Spielervertraege nicht an den sportlichen und somit wirtschaftlichen Erfolg des Fussballunternehmens gekoppelt sind. Auf das stetig zunehmende oekonomische Potenzial der Bundesliga reagierte der Deutsche Fussball-Bund (DFB) im Oktober 1998 in dem er die Voraussetzungen fuer eine Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung in eine Kapitalgesellschaft schuf.Das Ziel dieser Arbeit ist es die Besonderheiten der Rechnungslegung und Pruefung von Fussball-Klubs zu analysieren. Dazu ist es unabdingbar die verschiedenen Verbaende und Liga-Institutionen abzubilden, die in engem Zusammenhang mit dem Unterhaltungsgut Fussball stehen. Bei der Analyse sollen insbesondere die Attribute des Nachweises der wirtschaftlichen Leistungsfaehigkeit betrachtet werden, die als Herzstueck des Lizenzierungsverfahrens gelten und die verbandsinternen Rechnungslegungs- und Pruefungsvorschriften der Fussballunternehmen darstellen. Von besonderem Interesse ist in diesem Zusammenhang die bilanzielle Behandlung des Fussballspielers. Diese Problematik ist nicht nur von jeher Thema der Fachliteratur, sondern auch Gegenstand der Rechtsprechung. Die Zwietracht in der Literatur und die Bilanzierungspraxis der Klubs hat das Interesse des Verfassers an der Thematik geweckt. Darueber hinaus war die Brisanz der individuellen Spielerbewertung, die sich im Verlauf der Arbeit aus unterschiedlichen Anlaessen ergibt, ein weiterer Antrieb zur Bearbeitung dieses Themas.

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