Beschreibung

Die Beschäftigung Montesquieus mit der römischen Geschichte war nicht die liebevolle Versenkung eines Humanisten in die antiken Autoren, sondern war getragen von der entschlossenen Frage nach der Gesetzmäßigkeit politischer und somit historischer Vorgänge. Sein Blick richtete sich auf das größte politische Phänomen, das die Geschichte der Beobachtung bietet: die Geschichte Roms. Nie hat es einen Staat gegeben, dessen Aufstieg zur Macht so steil hinaufführte und dessen Fallhöhe so tief hinabreichte. Die Frage nach den Ursachen dieses historischen Ablaufes bedeutete eine geschichtsphilosophische Deutung des römischen Gesamtschicksals. Die Bedeutung der "Considérations" liegt darin, daß Montesquieu in ihnen die Frage nach den Gründen historischer Abläufe stellt, ohne, wie Bossuet, damit die Frage nach dem Sinn zu verbinden.

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