Beschreibung

Nach den Katastrophen des letzten Jahrhunderts schien es allgemeiner Konsens zu sein, daß der Mensch und das von ihm getragene Prinzip der Menschlichkeit unantastbar sein müßten. Durch die Hintertür der Versprechen von Gentechnologie und Globalisierung schleicht sich jedoch eine Erosion der Idee des Menschlichen ein. Die Fronten sind mannigfaltig: Nicht nur werden die Grenzlinien zwischen Mensch und Tier, zwischen Mensch und Maschine, ja zwischen Mensch und Sache durchlässig. Guillebaud zeigt, wie zudem die schlimmsten Ideen des Sozialdarwinismus, der Eugenik, ja bis hin zur Sklaverei im scheinbar fortschrittlichen Denken überwintern konnten und nun mühelos ein beängstigendes ideologisches Unterfutter für die neuen biotechnologischen Möglichkeiten bereitstellen. Guillebauds Analyse ist unbestechlich: Auch in den verstecktesten Argumentationen, in den unschuldigsten Beteuerungen reiner Wissenschaftlichkeit offenbart er die Verknüpfungen mit materiellen Interessen oder die wie auch immer unbewusste Gefährdung des Prinzips Mensch. Für seine Bewahrung hat Guillebaud einen überraschenden Vorschlag parat: Erst wenn die Wissenschaft ein neues Bündnis mit den christlichen Grundwerten einzugehen bereit ist, stehen die Herausforderungen der Gentechnologie auf einem menschenwürdigen Fundament.

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