Beschreibung

Es gibt Bilder von besonderer Drastik und Anschaulichkeit, die ihrer Verwendung Grenzen setzen. Zu ihnen gehört das Motiv des »Goldenen Nachttopfes«, dessen beide Bedeutungsträger in einer kaum zu überbietenden Spannung stehen. Das Motiv wird in seiner literarischen Gestaltung anhand der dem Autor bekannten Verwendungen verfolgt werden. Dabei werden seine kontextbezogene Funktionalisierung und seine Rezeption bei Herodot, Chrysipp und Plutarch, Martial, Clemens von Alexandria, Thomas Morus, E.T.A. Hoffmann, Lenin und Gabriel García Márquez untersucht. Von besonderem Interesse ist hierbei die Bewertung des Goldes und der schwierige Umgang mit dem Defäkieren. Es zeigt sich, dass das Motiv je erzähltechnischen, philosophischen, ethischen, sozialen, poetologischen und propagandistischen Mitteln dienen und Argument sein kann.

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