Beschreibung

Der verheiratete Ernst Liebetraut hat sein ganzes Leben nach dem großen Glück gestrebt. Doch immer wieder musste er feststellen: die Hindernisse auf dem Weg dahin sind gewaltig, ja sie wurden für ihn immer größer, je mehr er sich seinem großen Ziel näherte. Zuletzt meint er, endlich die große Liebe gefunden zu haben, in Gestalt der hübschen Sonja, einer erheblich jüngeren Frau. Doch sogleich sieht er sein Glück wieder in Frage gestellt, denn ihm wird von seinem Arzt bedeutet, dass er wahrscheinlich unheilbar erkrankt ist. Weitere Hindernisse tauchen auf, welche die Realisierung seines Glücks noch mehr in Frage stellen: das Gefühl, zu alt für die Geliebte zu sein; auch konkurriert ein jüngerer Nebenbuhler mit ihm um Sonjas Gunst, und er hat Skrupel wegen seiner Frau, die er verlassen müsste. Während er auf einer Bank im Stadtpark sitzt, wo er auf seine Freundin wartet - er wollte ihr mitteilen, dass er sich von seiner Frau nun doch scheiden lassen möchte (Sonja hatte ihm zu verstehen gegeben, dass sie auf seine Entscheidung nicht länger warten will) - verstärken sich seine Zweifel, ob diese Beziehung noch eine Zukunft hat. Sonja sieht seiner Jugendliebe Susanne Waltermann täuschend ähnlich. Deshalb vor allem hatte er sich in sie verliebt. So ergibt es sich, dass er an die Zeit zurückdenkt, als er in Susanne unsterblich verliebt war. Dabei erinnert er sich dunkel, dass auch jene ferne Jugendliebe für ihn nur schwer zu realisieren war, weil sich ihm schon damals erhebliche Widerstände in den Weg stellten. Indem er darüber nachdenkt, tauchen seine Gedanken tief in die Vergangenheit ein. Dabei überwältigen ihn die Erinnerungen derart, dass er sich aus der Vergangenheit, in der er förmlich versinkt, nicht mehr lösen kann. Alle früheren Konflikte ziehen jetzt vor seinem inneren Auge vorüber; als Erstes der Konflikt zwischen der Treue zu einem Jugendfreund und der Liebe zu Susanne, die nicht nur er, sondern auch der Jugendfreund innig liebte. Später dann ging es um Glück und Erfolg bei der Ausbildung zu einem Beruf, schließlich um den Erfolg im Beruf selber; man musste kämpfen, sich einen möglichst guten Platz in der Gesellschaft sichern, man musste sich gegen härteste Widerstände „durchbeißen“. Nicht alle von Ernsts Freunden hatten Glück, einige blieben auf der Strecke; dabei spielte wieder die Liebe in neuen Variationen eine Rolle, immer verbunden mit der Frage, was vor allem zählt: Macht, Durchsetzung oder auch Rücksicht, Freundestreue.

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