Beschreibung

Für Fußball interessieren sich laut einer Sportfive-Studie von 2004 in Deutschland ca. 50 Millionen Menschen. Die Vereine der Fußball-Bundesliga haben sich mittlerweile zu großen Wirtschaftsunternehmen entwickelt. Auch für die Fußball-Bundesliga ist das Internet als Distributionskanal hinzugekommen. So hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) im Jahr 2000 erstmals die Internet-Rechte verkauft. In der Folgezeit entwickelten sich viele Live-Ticker und Audio-Angebote.Mittlerweile ist es technisch möglich, durch sogenanntes Video-Streaming Bewegbilder zeitnah oder sogar live im Internet zu vertreiben, d.h. eine Ergänzung oder Konkurrenz für Fernsehbilder ist aufgetaucht. Für den Erfolg ist die Verfügbarkeit von Breitbandnetzen entscheidend. Die zunehmende Verbreitung dieser Anschlüsse in der Bevölkerung verspricht Wachstum und Chancen für die Bundesliga-Vereine in diesem Bereich,Bis 2006 wurden auch im Internet die Rechte zentral von der Deutschen Fußball-Liga GmbH (DFL) vermarktet.Mittlerweile hat sich die DFL mit der EU-Kommission auf eine neue Vermarktungsregelung geeinigt. So können seit der Saison 2006/2007 die einzelnen Klubs ihre Spiele unmittelbar nach Spielende in vollem Umfang "auf nicht exklusiver Basis" auf ihrer Homepage oder der von Dritten anbieten.Ziel dieser Diplomarbeit war es daher, nach eingehender Beschreibung der theoretischen Hintergründe, des relevanten Produktes und einer Abgrenzung des potentiellen Marktes, in einer empirischen Untersuchung das Nachfrageverhalten der Fußballfans für diese Übertragungen zu untersuchen und dadurch die Frage zu beantworten, ob sich durch die neue rechtliche Möglichkeit eine zusätzliche Einnahmequelle für die Bundesligavereine ergeben kann. Da das Produkt zumindest in dieser Form eine Innovation darstellte, war es außerdem wichtig, ein Konzept zur Gestaltung eines entsprechenden Angebots zu entwickeln, das auf den Interessen und Wünschen der Fans basiert. Um die entsprechenden Fragen zu beantworten, wurde die in der Praxis weit verbreitete Choice-Based Conjoint Analyse (CBC) angewandt. Dabei sollte der Nutzen entsprechender Produktbestandteile und die Bedeutung einzelner Eigenschaften ermittelt werden. Weiterhin sollte herausgefunden werden, wie viel die Konsumenten für bestimmte Ausprägungen der jeweiligen Eigenschaften im Vergleich zu den anderen Ausprägungen mehr zu zahlen bereit sind. Anschließend sollten mittels einer Marktsimulation Präferenzanteile bzw. Kaufwahrscheinlichkeiten realistischer Produkte prognostiziert und Preisresponsefunktionen aufgestellt werden. Mit Informationen über das Marktvolumen sollten Absatzmengen prognostiziert und mit Kostenangaben optimale Preise bestimmt werden. Außerdem sollten mittels einer Regressionsanalyse Einflüsse auf die Bedeutung einzelner Produkteigenschaften und das Entscheidungsverhalten der Konsumenten aufgedeckt werden.

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