Beschreibung

Wer ein Buch liest, ist selber schuld", lautet ein Sprichwort, das Gero Brinkbäumer soeben erfunden hat. Es muss ihm gleichwohl ein Interesse daran unterstellt werden, dass sein Buch möglichst oft gekauft, wenn nicht sogar gelesen wird - er gibt sich jedoch keinerlei Illusionen hin. Insgeheim tut er es wahrscheinlich trotzdem. Das meiste, das gegenwärtig geschrieben wird, ist das Papier nicht wert. Eine Ausnahme ist der neue Roman von Brinkbäumer, in dem er eine Frage abschließend beantwortet, die Einstein gestellt hat. Nicht der Physiker Albert, sondern der mit diesem nicht verwandte Schriftsteller Carl Einstein. Allerdings ist dem Autor über das Verfassen dieser Antwort die zugrundeliegende Frage entfallen. Es hat irgendetwas mit der Suche nach einem neuen Begriff von der Wirklichkeit zu tun gehabt, so viel steht fest. In einer lächerlich ernsten und zugleich angeblich realen und unbestreitbar hysterischen Welt ist diese Suche zwar selbst lächerlich, aber es bleibt immer noch die vage Möglichkeit, mit einem Buch darüber Geld zu verdienen. Auch wenn, wie gesagt, man sich diesbezüglich nichts vormachen sollte. Wer diesen großen Entwurf, der sich auch stilistisch niederschlägt, nicht nachvollziehen möchte, der wird dennoch viele interessante Betrachtungen in Brinkbäumers Roman finden, Sätze von äußerster Klarheit, Unerhörtes und bislang so noch nicht Ausgesprochenes bzw. Geschriebenes.

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