Beschreibung

Innovation bedeutet im weiteren Sinne des Wortes eine neue Art und Weise etwas zu machen. Der Begriff der Innovation beinhaltet die Entdeckung " den Zuwachs an Wissen " und die Erfindung " eine neue Nutzungsweise schon vorhandenen Wissens. Erstmals wurde der Terminus "Innovation" in der Anthropologie und der Ethnologie im 19. Jahrhundert eingesetzt und bedeutete ursprünglich den Einführungsprozess von Elementen einer Kultur in eine andere. Heute wird der Begriff der Innovation meist auf technische Neuerungen bezogen, es können aber auch soziale, organisatorische oder sonstige Neuerungen damit gemeint werden. Eine wissenschaftliche Bedeutung hat dieser Begriff in der Innovationsökonomie gewonnen, wo zwischen verschiedenen Arten von Innovation unterschieden wird: Produktinnovationen, die neue Produkte kennzeichnen, und Prozessinnovationen, die neue Herstellungswege darstellen. Des Weiteren wird zwischen prozessbezogener und objektbezogener Betrachtungsweise der Innovation unterschieden. Die Erste definiert die Innovation als einen Prozess, der aus mehreren Teilprozessen besteht. Die Zweite fasst die Innovation als ein Objekt auf, dabei werden neue Ideen, Produkte, Verfahren oder Verhaltensweisen als Objekte betrachtet. Der Innovationsprozess im weiteren Sinne kann in einzelne Phasen unterteilt werden, die mit dem Erkennen eines bestimmten Bedürfnisses oder Problems beginnen, was durch Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu einer Erfindung oder Invention führt. Im Falle einer erfolgversprechenden Erfindung müssen dann die Vorbereitungen zur Markteinführung getätigt werden, das Resultat dieser Vorgänge stellt die Innovation im engeren Sinne dar. Die kommerzielle Vermarktung bildet die nächste Phase in diesem Prozess. Dabei werden die Begriffe der Diffusion und der Adoption relevant. Die letzte Phase des Innovationsprozesses umfasst die Auswirkungen, die sich aus der Adoption oder Nichtadoption der Innovation ergeben. Früher ging man davon aus, dass Innovationen in einer linearen Kette entstehen, mittlerweile hat sich die Einsicht durchgesetzt, dass dieses Modell zu simpel ist und vielfältige Rückkopplungen zwischen den einzelnen Phasen bestehen. In der vorliegenden Arbeit sind vor allem die Innovationen aus dem Industriegüterbereich von Interesse. Der Prozessverlauf einer Innovationsentscheidung wird umfassend in der Diffusionstheorie untersucht, deren Grundzüge im Kapitel 2 dargelegt werden. Im Rahmen dieser Darlegung wird explizit auf zwei Konzepte von Rogers (2003) eingegangen. Dieses Kapitel schließt mit einem kurzen Ausblick auf weitere Forschungsbereiche ab, die sich mit organisationalen Beschaffungsentscheidungen befassen. Im dritten Kapitel werden einige ausgewählte Konzepte zur Entscheidungserklärung aus unterschiedlichen Fachrichtungen in der zusammengefassten Form dargestellt. Die Ausführungen konzentrieren sich dabei auf die Ansätze, auf die in der Fachliteratur öfters Bezug genommen wird, sowie auf die Konzepte, die für die Erklärung von organisationalen Kaufentscheidungen als geeignet erscheinen. Neben den Ansätzen aus der Diffusionsforschung finden in diesem Kapitel auch Entscheidungsmodelle aus der Psychologie, Entscheidungstheorie, Innovationsforschung sowie aus dem Industriegütermarketing Berücksichtigung. Im darauffolgenden Kapitel wird eine Analyse der dargestellten Entscheidungsansätze vorgenommen. Zu diesem Zwecke werden die Konzepte in Total- und Partialmodelle unterteilt und hinsichtlich ihrer Vollständigkeit und Aussagekraft untereinander verglichen. Die auf diese Weise vorausgewählten Ansätze werden schließlich anhand einer Reihe von Kriterien mit dem Ziel bewertet, die für die Beschreibung eines Beschaffungsentscheidungsprozesses am besten geeigneten Konzepte hervorzuheben. Das vierte Kapitel schließt mit einer Darlegung der Analyseergebnisse. Im fünften und letzten Kapitel werden die Resultate der Arbeit zusammengefasst. Es wird ein kurzer Rückblick auf den Inhalt der vorgelegten Arbeit geworfen und noch einmal explizit auf die Ergebnisse der durchgeführten Analyse eingegangen. Anschließend werden kurz einige Aspekte angesprochen, die weitere empirische Forschungen zur Beschreibung der Innovationsadoption in Organisationen anregen sollen.

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