Beschreibung

Die Auswandererhallen der Hamburg-Amerika-Linie bildeten um die Wende vom 19. auf das 20. Jahrhundert den zentralen Ort der europäischen Transitmigration. Auf ihrer Basis vollzog sich die Auswandererbeförderung über die Hansestadt nach Übersee und Hamburg wurde dadurch zu einem der bedeutendsten Auswandererhäfen Deutschlands. Für viele Emigrantinnen und Emigranten war diese abgegrenzte Transitstation ein wichtiger, unvermeidlicher Aufenthaltsort, während sie für die "HAPAG" einen Werbeträger mit klarem wirtschaftlichem Vorteil darstellte. Die vorliegende Arbeit berichtet von der Entstehungsgeschichte und Funktion dieser Einrichtung, deren Existenz und historisches Potenzial zuvor in Öffentlichkeit und sozialgeschichtlicher Forschung ausgeklammert worden war. Das Zentrum der Dokumentation bilden die Lebensumstände der Insassen, die anhand unveröffentlichter Quellen und erlesenen Bildmaterials präzise rekonstruiert worden sind. Dadurch wird ein Stück Geschichte menschlicher Schicksale geschildert und die Vorstellung davon, was war und für immer vergangen ist, lebt wieder auf.

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