Beschreibung

Erinnerungen kennt jeder und jeder weiß, wie schwierig es oft ist, sich zu erinnern, wie leicht man abschweift und ins Erzählen gerät. Sobald Erinnerungen jedoch in schriftlicher Form als autobiographischer Text erscheinen, geht es in der Diskussion über den Text meist nur um den Wahrheitsgehalt und nicht um die literarische Qualität. Günter Grass spielt in Beim Häuten der Zwiebel damit, lässt die Grenze zwischen Wahrheit und Fiktion verschwimmen, bringt fiktionale Elemente und intertextuelle Bezüge in seine Lebenserinnerungen ein. Alice Mazurek untersucht, wie genau der Erinnerungsprozess in Beim Häuten der Zwiebel gestaltet wird und wie er zu einer Selbstdarstellung des Erzählers gerät.

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