Beschreibung

Anfang der 2000er Jahre stand die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) vor dem finanziellen Kollaps. Dank eines anspruchsvollen Reform-Marathons zwischen 2001 und 2007 erreichte sie neue institutionelle Stabilität, sie wurde auf den Wandel der Bevölkerungsstruktur und auf den sich verändernden Arbeitsmarkt erfolgreich abgestimmt. Obschon die Institutionenkrise beendet ist, besteht die Legitimationskrise fort. Die GRV muss daher ihre Leistungsfähigkeit erneut unter Beweis stellen und ihre Geltungsansprüche glaubhaft zum Ausdruck bringen. Florian Gräßler zeigt, dass die GRV entgegen der öffentlichen Wahrnehmung einen beachtlichen Grad an institutioneller Lernfähigkeit aufweist, angesichts derer sich die Zweifel an der Zukunftsfähigkeit des dynamischen umlagefinanzierten Rentensystems relativieren.

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