Beschreibung

Das Werk beleuchtet die Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Umgang mit der literarischen Rezeption Dostojewskijs im deutschen und italienischen Kulturraum: Zunächst wird Dostojewskij sowohl in Deutschland als auch in Italien als irritierendes Phänomen wahrgenommen. Während sich die Diskussion in Deutschland dann auf die Person des Autors und auf seine Figuren konzentriert, die als Spiegelbilder seines Selbst gedeutet wurden, werden in der italienischen Wissenschaft vor allem die Darstellung der authentischen Empfingungen und die Ausdruckskraft der Alltagssprache gegen Rhetorik und akademischen Formalismus betrachtet. Zu Zeit des ersten Weltkriegs verstärken sich die Diskussionen über den Nationalcharakter und in der folgenden Zwischenkriegszeit spiegeln sich in der deutschen Dostojewskij-Rezeption Hoffnung auf Erneuerung, in der italienischen hingegen stehen die künstlerischen Verfahrensweisen Dostojewskijs in den Vordergrund.

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