Beschreibung

Söldner - so schien es - ruhten als Relikte auf dem Friedhof der Geschichte und waren ohne Platz in einer rationalen, nationalstaatlichen Welt.Doch seit immer mehr staatliche Aufgaben und darunter auch militärische Tätigkeiten, als "normale" Dienstleistungen betrachtet werden, die outgesourct und privatisiert werden können, erwachen diese umstrittenen Gestalten plötzlich wieder zum Leben.Das Comeback der Söldner ist für den Historiker Frank Westenfelder nicht nur ein Beispiel für die Aufweichung des Gewaltmonopols des Staates, es ist ebenso sehr ein Ausdruck der stattfindenden politischen und sozialen Umwälzungen. Sein Buch zeigt, dass die Protagonisten des "zweitältesten Gewerbes der Welt" nicht ausschließlich skrupellose Akteure der Macht, sondern in weit stärkerem Maße Produkte des politischen Wandels und wirtschaftlicher Zwänge sind.Diese Geschichte der Söldner vom Mittelalter bis in die Gegenwart macht deutlich, wie sehr die Mythen von Abenteuer, Beutegier, Grausamkeit und Heldentum den Blick auf den bezahlten Kämpfer und die politischen und ökonomischen Zusammenhänge verstellen. Hinter den ideologischen Nebelschwaden des "Bösen" verbirgt sich, dass die Wiederkehr der Söldner - wie so oft - Resultat eines tief greifenden historisch-sozialen Umbruchs ist.Mercenaries - so it seemed for quite a while - rested in the cemetery of history and were without use in a rational, nation-state world.But since more and more state functions and activities, including the military, are considered as "normal" services, that can be outsourced and privatized, these controversial figures came to life again.For the historian Frank Westenfelder the comeback of the mercenary is not only an example for the erosion of the monopoly of the state, it is as much an expression of the current political and social upheavals. His book shows that the protagonists of the "second oldest profession in the world" are not only unscrupulous instruments of power, but to a much greater extent products of political change and economic constraints.This story of the mercenaries from the Middle Ages to the present shows how the myths of adventure, greed, cruelty and heroism obscure the role of the paid fighter in his political and economic contexts. Hidden behind the ideological fog of "evil" is the issue that the comeback of the mercenaries, as so often, is the result a profound historical and social upheaval.Aktualisie

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