Beschreibung

Arbeit spielt in modernen Gesellschaften eine zentrale Rolle in den Lebensläufen der Menschen. Dennoch ist festzustellen, dass der Arbeitsbegriff in den einzelnen Epochen der Menschheitsgeschichte sowie in den verschiedenen Gesellschaften unterschiedliche Bedeutung hatte und auch heute noch hat. Unser gegenwärtiges Verständnis von Arbeit beschränkt sich in erster Linie auf die Erwerbsarbeit, welche der Sicherung des Lebensunterhalts dient. Zu Beginn dieser Arbeit soll ein historischer Überblick auf die Entwicklung des Arbeitsbegriffes gegeben werden. Hierbei wird nach der hermeneutischen Erkenntnismethode vorgegangen. Es werden die Texte in einem sinnhaften Zusammenhang gedeutet, ausgelegt und interpretiert, um die erkenntnisleitenden Fragen logisch zu beantworten. Ausgehend von der griechisch-römischen Antike und deren Verständnis von Arbeit werden weiterführend die Auffassungen im Mittelalter und dem damit verbundenen scholastischen Arbeitsverständnis, insbesondere von Thomas von Aquin, beleuchtet. Abschließend soll ein Blick zurück in die Neuzeit den Wandel des Arbeitsbegriffes unter der aufkommenden Industrialisierung deutlich machen, da dieser bis in unsere Zeit Auswirkungen hat.Danach wird der Gegenstand Arbeit im Verständnis der heutigen Zeit skizziert werden. Hierbei wird auf die Unterteilung in geistige und körperliche Arbeit sowie auf die Bedeutung der Erwerbsarbeit besonders eingegangen. Die andere Seite der Erwerbsarbeit, der freiwillige oder unfreiwillige Ausschluss von derselben, wird anschließend beschrieben. In diesem Zusammenhang wird versucht, die verschiedenen Aspekte der Erwerbslosigkeit für den einzelnen Menschen sowie ihre ökonomischen Ursachen in der Gesellschaft herauszuarbeiten.Um nicht nur eine Zustandsbeschreibung in dieser Arbeit zu geben, sondern auch Handlungsmöglichkeiten für die Soziale Arbeit aufzuzeigen, ist es wichtig sich mit den Aufgaben der Sozialen Arbeit zu beschäftigen. Hierzu soll zuerst ein Einstieg in eine Handlungstheorie unserer Profession gegeben werden. Der Fokus ist dabei auf die prozessual-systemische Betrachtungsweise von Silvia Staub-Bernasconi (1986) im Umgang mit Langzeiterwerbslosen gerichtet. Dieser beinhaltet die Frage nach den Menschenrechten, das Verständnis von Ethik sowie die Darstellung des Menschenbildes in der Sozialen Arbeit. Nachdem die verschiedenen Aspekte des Phänomens Erwerbslosigkeit aus den unterschiedlichen Sichtweisen vorgestellt wurden, geht es in den abschließenden Teilen der Arbeit darum, das Wissen für die Soziale Arbeit und für die betroffenen Menschen nutzbar zu machen. Die Beantwortung der Fragestellungen sowie die Schlussfolgerung daraus werden den Abschluss dieser Arbeit bilden.

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