Beschreibung

Ein kalte Hand griff nach Margaret. Schreiend fuhr sie hoch und blickte wild um sich. Ich habe nur geträumt, dachte sie mit einem leichten Zittern. Aber Erleichterung wollte sich nicht einstellen. Mit weit aufgerissenen Augen starrte sie in die Dunkelheit. Der Mond war weitergezogen. Die Umrisse im Zimmer waren kaum zu erkennen. Auf einmal hatte sie das Gefühl, nicht allein zu sein. Ein Atemhauch wehte sie an.Er roch nach Verwesung. Unsinn! schalt sie sich. Wahrscheinlich träume ich noch immer. Wenn ich doch endlich aufwachen würde! Ein Gesicht näherte sich ihrem Bett und beugte sich über sie. Aus dem bleichen Antlitz starrten große dunkle Augen auf sie herab. Die farblosen Lippen bewegten sich, brachten aber keinen Laut hervor.Entsetzt starrte sie in das durchsichtige Antlitz, stöhnte dann auf und schloss die Augen. Ich will aufwachen, dachte sie verzweifelt. Dieser Spuk soll aufhören. Ich bin in meinem Elternhaus. Es gibt hier keinen Spuk. Tapfer öffnete sie wieder die Augen. Das Gesicht war noch immer über ihr. Mit eisernem Willen hielt sie dem bohrenden Blick stand.Was wollte dieses geisterhafteWesen nur von ihr? Ein ungeheuerlicherVerdacht verdichtete sich in ihr: Das Gesicht über ihr trug ihre eigenen Züge. Wie in einem trüben Spiegel erkannte sie sich selbst. Ist das mein Geist?, fragte sie sich voller Grauen.Bin ich schon tot? Kommt jetzt das Jenseits auf mich zu?

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