Beschreibung

Multinationale Unternehmen stehen vor der Herausforderung, eine Balance zwischen globaler Standardisierung und lokaler Anpassung im internationalen Personalmanagement zu entwickeln, um sich Wettbewerbsvorteile im internationalen Umfeld zu verschaffen. Die Standardisierung von personalwirtschaftlichen Praktiken in multinationalen Unternehmen wird von umfassenden Prozessen begleitet, die für den Erfolg der Vereinheitlichung maßgeblich sind. Vor diesem Hintergrund ist es verwunderlich, dass das prozessuale Umfeld des internationalen Personalmanagements bisher wenig erforscht wurde. Genau an diesem Defizit setzt die vorliegende Arbeit an und befasst sich mit den für Unternehmen strategisch sehr wichtigen Prozessen der Koordination und Kommunikation zwischen Mutter- und Tochtergesellschaften, die die erfolgreiche Entwicklung und Implementierung von geeigneten Personalinstrumenten auf globaler Ebene unterstützen. Die Autorin entwickelt hierzu auf Basis der Dynamic Capabilities Perspektive ein innovatives und theoretisch fundiertes Modell, mithilfe dessen der Ablauf sowie die Wirkungsweisen von Balanceprozessen im internationalen Personalmanagement eines multinationalen Unternehmens aufgezeigt und erklärt werden. Im Rahmen der Modellentwicklung werden Erkenntnisse aus der strategischen internationalen Personalmanagementforschung, der vergleichenden internationalen Personalmanagementforschung sowie der strategischen Managementforschung miteinander kombiniert, wodurch neue Erkenntnisse für die erfolgreiche Standardisierung von Praktiken im Hinblick auf die Generierung von Wettbewerbsvorteilen geschaffen werden können. Das von der Autorin entwickelte Modell wird darüber hinaus mit empirischen Daten konfrontiert. Diese Daten bestätigen die im theoretischen Teil der Arbeit herausgearbeiteten Argumentationen zu Balanceprozessen und deren Wirkungsweisen und liefern eine detaillierte und sehr anschauliche Darstellung des Einsatzes von Kommunikations- und Koordinationsmechanismen in einem deutschen DAX 30 Unternehmen vor dem Hintergrund verschiedener kultureller und institutioneller Gegebenheiten lokaler Einheiten. Die Arbeit setzt somit an der derzeit geführten theoretischen Diskussion im internationalen Personalmanagement an, indem erstmalig die Prozessperspektive eingenommen und erforscht wird. Darüber hinaus liefert sie eine Vielzahl von hilfreichen Erkenntnissen für Praktiker, die eine Balance im internationalen Personalmanagement zu entwickeln haben.

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