Beschreibung

Grenzen des Wissens sind sowohl für den Alltagsverstand als auch für die Wissenschaft etwas Vertrautes; sie machen die Erfahrung der Endlichkeit aus. In der Wissenschaft können sie aber auch Ausdruck von etwas Vollständigem oder Vollkommenen sein – die Wissenschaft weiß (irgendwann) alles und kommt deshalb zu einem Ende. Im Gegensatz dazu steht die Vermutung, daß das Erkennen an Grenzen stößt, weil entweder die Natur oder unser Erkenntnisvermögen weitere Fortschritte nicht zulassen.

Der Vortrag geht derartigen Vorstellungen von einem Ende unseres Wissens und der Wissenschaft nach. Die Frage nach theoretischen Grenzen (Grenzen der Wissensbildung) wird verneint, die Frage nach praktischen Grenzen (ökonomischen und ethischen Grenzen) wird bejaht.


Prof. Dr. Jürgen Mittelstraß
Ordinarius der Philosophie an der Universität Konstanz, seit 1990 zugleich Direktor des Zentrums Philosophie und Wissenschaftstheorie. 1984 - 1990 Mitglied des Wissenschaftsrates. 1997 - 1999 Präsident der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland. 2002 bis 2008 Präsident der Academia Europaea (London).

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