Beschreibung

1.100 Tage vor dem Fall der Mauer muss Christian, ein 18jähriger Abiturient aus Ostberlin, zur Armee. Er wird zum Unteroffizier der DDR-Grenztruppen ausgebildet und an die deutsch-deutsche Grenze gestellt. Das Leben beim Militär und als "Grenzer" fällt Christian schwer. Er ist ein unsicherer, in sich gekehrter Sonderling, der versucht, den Erwartungen seiner Familie und denen des DDR-Systems zu entsprechen " so wie er es gelernt hat. Doch die tägliche Eintönigkeit des Dienstes, die Menschenverachtung des Systems, die Gleichgültigkeit der Offiziere und die gebilligten Schikanen der Kameraden stoßen ihn zunehmend an eigene Grenzen. Er beginnt zu zweifeln an der kleinen, heilen Welt, in der er aufwuchs. Er sucht Halt in der Freundschaft zu Tom, einem jungen Ostberliner Dichter, der wie er zum "Grenzdienst" kommandiert wurde. Aber anstatt wie Tom aufzubegehren, flüchtet Christian in Drogen und Kindheitserinnerungen. Er wartet ab und hofft, die Armeezeit unbeschadet und unschuldig zu überstehen. Doch die Wirklichkeit holt ihn Schritt für Schritt ein und droht ihn zu zerbrechen.Autor Jo Machedanz (geb. 1968) lebt in Berlin. Sein Roman-Debüt "Grenzer" trägt zahlreiche autobiografische Züge.

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