Beschreibung

Die Verknüpfung von Sex und Macht war in der Bonner Republik Alltag. Der Regierungssprecher, der auf Dienstreise Frauen seine Zimmernummer aufdrängte. Der hochrangige Sozialdemo krat, für den jedes weibliche Wesen ein »Schätzchen« war und der annahm, seine Macht genüge für eine gemeinsame Nacht. Oder der CDU-Mann, der bei Kolleginnen in eine Art Kindersprache verfi el: Ihre Ge schichten zeigen, was es bedeutet, wenn Männer das Land allein regieren. Es ist der bislang verborgene Hintergrund heutiger Debatten " etwa über die Frauenquote ", den Ursula Kosser hier liefert. Denn viele der geschilderten Männer und Frauen wirken heute aktiv und in hohen Positionen an der Politik dieses Landes mit. Als junge Spiegel-Journalistin ging Ursula Kosser Anfang der achtziger Jahre nach Bonn. Sie erlebte zwanzig Jahre lang mit, was Politiker und Journalisten taten, um »den jungen Hühnern das Gefi eder zu stutzen«. Doch nicht nur sie erzählt pointiert und ironisch von jenen Jahren. Prominente Zeitzeugen haben für diesen Band in ihren Tagebüchern geblättert oder sich selbstkritisch hinterfragt. Sie berichten allesamt, wie Frauen nicht nur diskriminiert, sondern auch massiv belästigt wurden.Mit Originalbeiträgen von:Rita SüssmuthClaudia RothRupert ScholzFranz MünteferingNorbert BlümSabine Leutheusser-Schnarrenberger

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