Beschreibung

Beichte und Buße waren zentrales Konfliktfeld im Zeitalter der Reformation. Luthers 95 Thesen nehmen von diesem Thema ihren Ausgang. In einer reformatorisch 'gereinigten' Weise hat die lutherische Kirche an Beichte und Buße als wesentlichen Vollzügen christlichen Lebens und Gottesdienstes über Jahrhunderte festgehalten. Erst im Pietismus und im Gefolge der Aufklärung trat die Beichte als elementarer Bestandteil des Gottesdienstes mehr und mehr zurück. Die Frage, wie Menschen - besonders Christen - Schuld erkennen und Schuld bekennen können, bleibt jedoch, nicht zuletzt nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs auf der Tagesordnung. Dies gilt auch in einer globalisierten Welt, in der die Verstrickung aller in alles mehr und mehr zu Bewusstsein kommt. Die Diskussion von Beichte und Buße in Exegese, Systematik und Praktischer Theologie wird von ausgewiesenen Vertretern dieser Fächer dargestellt. Weitere Beiträge dokumentieren, wie Prediger aus dem Bereich selbstständiger evangelisch-lutherischer Kirchen sich heute mit diesem fast vergessenen Thema auseinandersetzen und die Gehalte von Selbstbesinnung und Umkehr im Angesicht Gottes zu verkündigen.

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