Beschreibung

Die fortschreitende Globalisierung der Weltwirtschaft geht einher mit einer immer stärkeren und immer schnelleren Internationalisierung vieler Unternehmen. Grenzüberschreitende Entsendungen von Mitarbeitern, internationale Projekte, Kooperationen und Fusionen, Übernahmen, Gründungen eigener Auslandstochtergesellschaften und vieles mehr führen dazu, dass immer mehr Mitarbeiter international tätiger Unternehmen in interkulturellen Überschneidungskontexten agieren, in denen ihre kulturell geprägten und oftmals unterschiedlichen Denk- und Verhaltensweisen, Normen, Werte usw. aufeinandertreffen. Die Mitarbeiter müssen Wege finden, mit Interaktionspartnern aus anderen Kulturen zusammenzuarbeiten und ihre Denk- und Verhaltensweisen zu verstehen " etwas, was allgemein unter dem Begriff interkulturelle Kompetenz zusammengefasst wird. Nicht selten führt gering ausgeprägte interkulturelle Kompetenz zu Schwierigkeiten wie problematischen Verhandlungen mit ausländischen Geschäftspartnern, Missverständnissen, unvorhergesehenen Problemen bei der Integration ausländischer Fusions- oder Akquisitionsprojekte und nicht zuletzt zum Scheitern vieler Auslandsentsendungen; kurz: Zu Herausforderungen mit zum Teil erheblicher betriebswirtschaftlicher Relevanz. Die vorliegende Arbeit setzt hier an und betrachtet interkulturelle Kompetenz aus attributionstheoretischer Perspektive. Die interkulturell adäquate bzw. korrekte Ursachenattribution menschlichen Handelns wird als wichtige Teilkomponente interkultureller Kompetenz identifiziert und unter dem Begriff der interkulturellen Attributionskompetenz konzeptionalisiert. Hierauf aufbauend wird zum einen verhaltenswissenschaftlich die betriebswirtschaftliche Bedeutung des Konstrukts dargestellt, zum anderen ein Modell entwickelt, operationalisiert, und schließlich ein erster Roh-Test zu seiner Messung empirisch entwickelt.

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