Konzipierung und Implementierung eines Risikomanagementsystems in mittelständischen Unternehmen

Beschreibung

Im Jahre 2002 mussten 37.579 Unternehmen in Deutschland Insolvenz anmelden. Allein diese Anzahl an Unternehmenspleiten drückt aus, wie sehr heutzutage das Risiko der unternehmerischen Tätigkeit inne wohnt. Die adäquate Handhabung vielfältigster Risiken ist ein grundlegender Aspekt einer erfolgreichen Unternehmensführung.Um diese Anforderung zu erfüllen, ist ein entsprechend ausgerüstetes Risikomanagement-system unabdingbar. Im Rahmen dieser Arbeit wird dargelegt, wie ein solches Risiko-managementsystem aussehen könnte und wie es zu implementieren ist. Hierbei wird ein Konzept erarbeitet, welches speziell für Unternehmen des Mittelstands zugeschnitten ist. Dadurch wird der gesamtwirtschaftlichen Bedeutung dieser Unternehmen Rechnung getragen.Als Folge spektakulärer Unternehmenskrisen wie z.B. bei der Metallgesellschaft, Bremer Vulkan oder Phillip Holzmann, wurde das "Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich" (KonTraG) durch den Deutschen Bundestag verabschiedet. Dabei handelt es sich u.a. um eine Erweiterung des Aktien- und Handelsrechts, welches die Einführung eines Frühwarnsystems, eines Controllings, eines Internen Überwachungssystems und schließlich eines Risikomanagementsystems fordert. Dieses Gesetz, das am 01.05. 1998 in Kraft trat, hat dabei eine Ausstrahlungswirkung auch auf Rechtsformen, die typischer-weise im Mittelstand anzutreffen sind.Im Mittelpunkt dieser Arbeit liegt jedoch nicht die Beschreibung der vom Gesetzgeber geforderten Mindestanforderungen, sondern vielmehr soll herausgestellt werden, dass die Konzipierung und Implementierung eines Risikomanagementsystems als Chance für eine Weiterentwicklung des mittelständischen Unternehmens angesehen werden kann.Gang der Untersuchung:Da mittelständische Unternehmen nicht einfach nur kleinere Großunternehmen sind, sondern strukturelle Besonderheiten aufweisen, soll in dieser Arbeit der Betrachtungsschwerpunkt auf Anforderungen der mittelständischen Unternehmen liegen.In der Mehrzahl der Abhandlungen über Risikomanagementsysteme werden Lösungen für Großunternehmen angeboten, die in ihren Ausführungen nicht direkt auf mittelständische Unternehmen übertragbar sind. Im Rahmen dieser Arbeit soll eine Adaption dieser Ausführungen auf die Bedürfnisse und Ressourcen mittelständischer Unternehmen vor-genommen werden.Im Anschluss an diese einführenden Bemerkungen werden die Grundlagen dieser Arbeit gelegt. Darin werden die zentralen Begriffe dieser Diplomarbeit Mittelstand, Risiko und Risikomanagementsystem definiert. Daraufhin wird im Kapitel 3 das KonTraG thematisiert. Dabei werden die Relevanz dieses Gesetzes für die deutsche Unternehmenslandschaft herausgestellt, einzelne Punkte des Gesetzes und deren Auswirkungen auf die Gestaltung eines Risikomanagementsystems analysiert. Im Kapitel 4 wird ein Konzept zur Schaffung eines praktikablen Risikomanagementsystems erstellt. Hierbei wird der organisatorische Rahmen zum Aufbau eines Risikomanagementsystems näher erläutert, sowie Elemente eines solchen Systems genauer beschrieben. Die Ausführungen des 4. Kapitels liefern die Grundlagen für das folgende Kapitel. In diesem 5. Kapitel wird dargelegt, wie das zuvor Konzipierte in der betrieblichen Praxis umgesetzt werden kann. Dabei wird Bezug auf bereits bestehende Steuerungsinstrumente und dabei insbesondere auf die Balanced Scorecard genommen. Abgerundet wird diese Arbeit über eine Zusammenfassung und einen Blick in die Zukunft des Risikomanagements.Ziel dieser Arbeit ist es, eine Orientierung hinsichtlich der relevanten Aspekte zum Thema Risikomanagement im Mittelstand zu liefern. Darüber hinaus wird angestrebt, Hinweise für eine erfolgreiche und kostengünstige Einführung und Nutzung eines Systems zur Handhabung von Risiken zu geben.

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