Beschreibung

Von den Kriegsschauplätzen des Ersten Weltkrieges außerhalb Europas ist kaum die Rede. Dabei wurden gerade unter den europäischen Kolonialmächten zum Teil brutale Stellvertreterkriege in der »Dritten Welt« ausgetragen, zumeist mit fürchterlichen Folgen für die einheimische Bevölkerung. So auch in der deutschen Kolonie Kamerun, die mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges von Franzosen und Engländern angegriffen wurde. Uwe Schulte-Varendorff hat sich mit diesem sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der wissenschaftlichen Literatur kaum gewürdigten Kriegsschauplatz beschäftigt. Er schildert die grausame Art der Kriegsführung, die Leiden der Afrikaner und die Auswirkungen auf die sogenannten Kolonialdeutschen. Das schließt auch die kritische Überprüfung der Legende von den »treuen Askari« ein, also das Verhältnis zwischen den einheimischen Soldaten und der deutschen Truppe. Ein erhellendes und zugleich bedrückendes Buch.

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