Beschreibung

Da sich die Machthaber in der DDR auf keine demokratische Legitimation berufen konnten, wurde ihre »Diktatur des Proletariats« als Ergebnis angeblich objektiver Gesetze der geschichtlichen Entwicklung ausgegeben. Die Geschichtswissenschaft wurde damit zum wichtigsten ideologischen Stützpfeiler der SED-Herrschaft. In der vorliegenden Studie wird erstmals anhand der bis 1990 nicht zugänglichen Archivalien umfassend untersucht, wie sich der Umbau einer gesamten Wissenschaftsdisziplin nach ideologischen Zwecksetzungen vollzog und die Geschichtswissenschaft der DDR zunehmend politisch instrumentalisiert wurde. Behandelt werden dabei der Verdrängungsprozeß bürgerlicher Wissenschaftler, das Verhalten der »neuen« Historiker in den Krisen von 1953, 1956 und 1961, das Beziehungsgeflecht zwischen Staat, Partei, Wissenschaft sowie die Kontakte der ostdeutschen Historiker zu ihren westdeutschen Kollegen.

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