Beschreibung

Die vorliegende Arbeit unternimmt eine kritische Aufarbeitung der slavistischen Fachgeschichte zwischen den 1920er und 1950er Jahren. Maximilian Braun, der in den 1920er Jahren sein Slavistikstudium begann, in den 30er und 40er Jahren in Göttingen als Dozent und später als Dolmetscher in der Wehrmacht arbeitete und in den 1950er Jahren eine einflussreiche Position im Fach inne hatte, musste sich in diesem Zeitraum immer wieder mit unterschiedlichen politischen und institutionellen Rahmenbedingungen auseinandersetzen. In diesem Kontext analysiert Jürgen Dinkel, wie Braun seine jeweilige zeitgenössische Gegenwart wahrgenommen, in seinem wissenschaftlichen Handeln reflektiert und mit Sinn versehen hat. Im Zentrum der Studie stehen dabei die Fragen nach Kontinuitäten und Brüchen im Fach sowie nach dem Verhältnis von Slavistik und Nationalsozialismus.

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