Beschreibung

mit einer vergleichenden Betrachtung von 14 weiteren »Medea«-DramenDie »Medea« des Euripides gilt als bekannteste und bedeutendste Bearbeitung eines der grausamsten antiken Mythen: Mit der Darstellung einer Frau, die aus Rache an ihrem Mann ihre eigenen Kinder tötet, scheint ein zeitloses Drama geschaffen, das selbst heute noch erschreckende Aktualität hat und sich dennoch für den Rezipienten nicht ohne Probleme präsentiert. Eines davon betrifft die merkwürdige Offenheit Medeas einem ihr eigentlich fremden Chor gegenüber, der in ebenfalls merkwürdiger Weise zu ihr und nicht zu seinem eigenen Herrscherhaus hält. Doch als zeitlose Tragödie und mythisch isoliert, wie man sie heute zu sehen gewohnt ist, ist die Euripideische Version gerade nicht geschrieben. Ausgehend von einem kontrastierenden Vergleich mit der Gestaltung des Chores in weiteren »Medea«-Dramen führt diese Studie das Drama des Euripides auf seinen ursprünglichen Kontext zurück das tatsächliche Aufführungsjahr 431 v. Chr., für das es als Wettbewerbsbeitrag zu den Großen Dionysien konzipiert wurde und vor dessen Hintergrund es folglich auch primär zu verstehen ist.

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