Beschreibung

Erst im 88. Lebensjahr hat Arndt seine Wanderungen mit dem Freiherrn vom Stein verfaßt; er tat dies in einer lebhaften und anschaulichen Sprache, die ein feines politisches und psychologisches Gespür verrät. Neben skizzenhaften Porträts bedeutender Zeitgenossen, denen er und Stein begegneten, neben völkerpsychologischen Exkursen und physiognomischen Charakteristiken kehrt er immer wieder zu Stein als der Hauptperson zurück; in ihm sieht er die politische Lage personifiziert. Seiner reichsritterlichen Herkunft voll bewußt, tritt Stein, von Arndt oft als der "Löwe" bezeichnet, mit klarer politischer Zielvorstellung und moralischer Energie den Großen seiner Zeit gegen über. Arndt rühmt an ihm immer wieder Mut und Verstand, Redlichkeit und Wahrheitsliebe, an denen er - oft grob und heftig - Egoismus, Feigheit und Verantwortungslosigkeit der deutschen Fürsten mißt. Umgekehrt findet er lobende Anerkennung für jeden, der sich für das große Ziel der Befreiung und Neuordnung Deutschlands tatkräftig einsetzt. Arndt hat mit seinen Wanderungen das Bild des Freiherrn vom Stein nachhaltig geprägt.

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