Beschreibung

Irrationales, barbarisches Zeitalter oder romantisch-abenteuerliche Epoche? Unsere Vorstellungen vom Mittelalter bestehen auch im 21. Jahrhundert aus Klischees und Stereotype, die sich zudem widersprechen. Geprägt werden diese weniger durch wissenschaftliche Erkenntnisse, als durch Romane, Filme und Computerspiele. Gerade im Hinblick auf vergangene Epochen, kann der Einfluss der Literatur dabei jedoch kaum überschätzt werden. Julia Stehle besetzt mit der ersten komparatistischen Einführung in die Geschichte literarischer Mittelalterrezeptionen ein neues Feld in der Literaturwissenschaft. Anhand ausgewählter Beispiele aus der modernen Literatur sucht sie den scheinbaren Widerspruch zwischen literarischer Innovation und Mittelalterrezeption aufzulösen. Die exemplarischen Analysen zu Werken von James Joyce, Samuel Beckett und Alfred Andersch sollen dabei auch helfen, neue Methodiken in der Rezeptionsforschung zu etablieren.

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