Beschreibung

Wohl kaum ein anderes soziales Phänomen entwickelt sich momentan derart schnell und dynamisch wie Online-Communities im Web 2.0. Bei aller Euphorie über diese Entwicklung melden sich jedoch auch vermehrt kritische Stimmen zu Wort und sprechen in Anlehnung an die Spekulationsblase der New Economy bereits von einer "Bubble 2.0". Der Verkauf des Video-Portals YouTube an Google für 1,65 Milliarden US-Dollar im Oktober 2006 oder der Verkauf von StudiVZ an die Holtzbrinck-Gruppe für 100 Millionen Euro im Januar 2007 sind nur zwei von vielen Beispielen, wie Unternehmen und Investoren erneut von der Sorge getrieben werden, den Anschluss an potentielle Trends zu verpassen und interessante Projekte der Konkurrenz überlassen zu müssen.Ob das Web 2.0 ein Erfolgsmodell oder doch nur ein Hype mit absehbarem Ende ist, lässt sich aus heutiger Sicht schwer beurteilen. Was man aber durchaus beurteilen und beantworten kann ist die Frage, ob oder wie im Web 2.0 die elementaren Kernprobleme kollektiven Handelns gelöst werden. Hieraus lässt sich letzlich ein Urteil über die Nachhaltigkeit von Web 2.0-Geschäftsmodellen ableiten. Wie ist es möglich, eigeninteressierte Menschen zum freiwilligen Austausch von privatem Wissen in Internetforen und Weblogs zu bewegen? Und auf welche Weise wird in Communities wie Wikipedia neues Wissen hervorgebracht und genutzt? Dieses Buch wird sich diesen Fragen und dem Phänomen der Online-Communities im Web 2.0 von der ordnungsökonomischen Seite her nähern und bei der spietheorethischen Modellierung Aspekte aus Soziologie und Psychologie aufgreifen.

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