Beschreibung

Organisationsentwicklung (OE) ist in modernen Großorganisationen eine Selbstverständlichkeit geworden: Immer mehr Organisationen nehmen die Dienstleistungen von spezialisierten Beratern in Anspruch oder stellen eigenes Personal dafür bereit. Dennoch ist die Diskussion innerhalb der OE-Szene über die zukünftige Bedeutung ihres Betätigungsfeldes durch eine eigentümliche Blässe und Selbstzweifel geprägt, von "Verwässerung", "Marginalisierung" und "gescheiterter Professionalisierung" ist die Rede. Die Studie fragt nach den beruflichen Handlungslogiken und Selbstbildern derjenigen, die als Experten für OE-Dienstleistungen in den Organisationen auftreten. Differenzierungstheoretische, professionstheoretische und institutionentheoretische Perspektiven werden herangezogen, um Organisationsentwicklung als Funktion, als Beruf und als Ideensystem zu beschreiben und die Möglichkeiten der Etablierung des OE-Ansatzes auszuloten. Dabei zeigt sich, dass das Vorhandensein von OE-Abteilungen keineswegs automatisch zur Implementierung OE-spezifischer Verfahrens- und Sichtweisen führt, sondern dieses an bestimmte institutionelle und personelle Voraussetzungen geknüpft ist.

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