Beschreibung

Wie lässt sich Freiheit als Praxis denken? Und wie entfaltet sich diese im Alltag des Handelns? Mit der Konzeption eines praktischen Freiheitsbegriffes beschreibt der Autor, wie und wodurch sich Menschen Handlungsfreiräume verschaffen. Im Rahmen einer umfassenden Fallstudie in der freien Kulturszene in Innsbruck wird zugleich eine besondere Form der Freiheitspraxis erarbeitet: die Nomadologie. Nomadische Praktiken verweisen nicht nur auf spezifische Lebenswelten, Bedeutungshorizonte und Handlungszusammenhänge der Akteure, sondern erklären durch Dimensionen der Immanenz, Intensität und Immaterialität auch, warum sich Menschen zu Netzwerken zusammenschließen und aus welchem Selbstverständnis ihre Praxis hervorgeht. Zudem ermöglichen sie, Organisation als selbst gestaltete Aktivität zu begreifen anstatt als auferlegte Pflicht. Wie sich am Fallbeispiel der Plattform Mobile Kulturinitiativen (p.m.k) zeigt, geht es also nicht um eine Ordnung, aus der heraus sich Freiheit bestimmt, sondern um eine Organisation, durch die sie Form annimmt.

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