Beschreibung

Die Wahl eines geeigneten Kooperationspartners stellt einen bedeutenden Faktor für das Gelingen einer Unternehmenskooperation dar. Trotz der hohen strategischen Wichtigkeit von Kooperationen ist bisher weder abschließend geklärt, nach welchen Kriterien Unternehmen ihre Kooperationspartner auswählen, noch welche Erfolgswirkung diese Auswahl besitzt. Die Dissertation beschäftigt sich mit diesen beiden Fragestellungen und betrachtet sie zum ersten Mal integriert miteinander. Die Analysen basieren auf händisch erstellten Datensätzen, die den gesamten europäischen Markt für Private Equity (PE) von 1997-2006 beschreiben. Es werden sowohl die Wahrscheinlichkeiten des Zustandekommens von Kooperations- und Investitionsbeziehungen mit Hilfe von logistischen Regressionen seltener Ereignisse modelliert als auch die Erfolgswirkung der Partnerwahl mit Hilfe von gepoolten Regressionen sowie Random und Fixed Effects Panelmodellen untersucht. Die Analysen werden auf Multikollinearität, Heteroskedastizität und Endogenität getestet. Die Ergebnisse zeigen, dass PE Gesellschaften präferiert mit früheren sowie mit ihnen ähnlichen Partnern kooperieren und dass diese Partnerwahl eine positive Erfolgswirkung hat. Es wird kein Hinweis darauf gefunden, dass komplementäre Fähigkeiten und Ressourcen die Kooperationswahrscheinlichkeit oder den Erfolg fördern; im Gegenteil wird ein negativer Einfluss von Komplementarität auf die Kooperationswahrscheinlichkeit gefunden. Die Partnerwahl erfolgt somit im Sinne einer positiven Erfolgswirkung.

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