Beschreibung

Die Preisgestaltung in einer Zulieferer-Abnehmer-Beziehung spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Profitoptimierung der Supply Chain. Die vorliegende Arbeit stellt anhand von einigen ausgewählten Arbeiten über die Preisgestaltung die in den vorliegenden modelltheoretischen Untersuchungen angewandten Herangehensweisen dar. Die Arbeit besteht hauptsächlich aus der Beschreibung von unterschiedlichen Modellen, die eine Analyse der Preispolitik beinhalten. Es handelt sich um Modelle, die jeweils zwei aufeinander folgende Stufen einer Supply Chain beschreiben. Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um die Beziehung zwischen Groß- und Einzelhändler, Rohstofflieferant und Produzent, Hersteller von Zwischenprodukten und Fertigprodukten oder Ähnliches handelt. Bei einer Aufteilung in Profitcenter innerhalb derselben Unternehmung können ähnliche Untersuchungen im Hinblick auf die Optimierung des Unternehmensgewinns mittels der Gestaltung von Verrechnungspreisen angewendet werden. Die wichtigste Ursache der Suboptimalität der Geschäftsbeziehungen zwischen zwei aufeinander folgenden Wertschöpfungsstufen ist die Double Marginalization. Die Beschreibung dieses Phänomens beinhaltet noch keine Angaben über die Preispolitik als solche. Aus Gründen der vollständigen Erfassung des Problemfeldes wurde in der Arbeit eine Abhandlung über dieses Thema aufgenommen.Die gewählten Modelle werden in einer Reihenfolge dargestellt, die dem steigenden Komplikationsgrad entspricht. Die Vorstellung beginnt mit Modellen, die auf der Annahme einer deterministischen Nachfrage basieren. Diese macht die Modelle zwar leichter kalkulierbar, jedoch leidet darunter die Realitätsnähe. Die erste Dargestellte Arbeit zeigt in einer sehr anschaulichen Weise die Modellierung sowie die Vorgehensweise bei der Koordination der Supply Chain mittels der Preisgestaltung. Hierbei wird auf zwei Arten von Koordination eingegangen: die Beeinflussung der gesamten periodischen Abnahmemenge und der innerperiodischen Bestellmenge durch verschiedene Arten von Tarifen. Die eher einfache Konstellation mit einem Zulieferer und einem Abnehmer wird im weiteren Verlauf durch ein Modell ersetzt, welches die Koordination von mehreren homogenen Abnehmern berücksichtigt. Das nächste dargestellte Modell zeigt Möglichkeiten der Erfassung von Beziehungen zwischen einem Zulieferer und mehreren heterogenen Abnehmern. Die Realitätsnähe der Modelle wird intensiviert, indem ein für die Logistik zuständiger Zwischenpartner eingeführt wird. Die als nächstes dargestellte Arbeit vergleicht die Zustände symmetrischer Informationsverteilung mit solchen, in denen der Zulieferer keine genaue Kenntnis über die Kostenstruktur des Abnehmers besitzt. Die Wirksamkeit der gängigsten Tarifarten wird am Ende des Abschnittes über die Modelle mit deterministischer Nachfrage gesondert behandelt.Im weiteren Verlauf werden Modelle untersucht, bei denen eine stochastisch verteilte Nachfrage zugrunde gelegt wird. Da im ersten Modell der Abnehmer das Risiko der unsicheren Nachfrage trägt, ist er mit dem klassischen Zeitungsjungen-Problem konfrontiert. Die Arbeit behandelt die Möglichkeiten, die Entscheidungen eines solchen Zeitungsjungen-Abnehmers durch Preisgestaltung zu beeinflussen. Die nächste Arbeit bietet eine Analyse einer solchen Konstellation, bei der der Zulieferer die Rolle des Zeitungsjungen einnimmt. Er liefert auf Abruf und trägt damit voll das Risiko der Fehleinschätzung der Nachfrage. In der Arbeit wird eine Möglichkeit erörtert. das eben erwähnte Risiko unter den beiden Vertragsteilnehmern aufzuteilen. Zuletzt wir eine Arbeit betrachtet, die eine asymmetrische Informationsverteilung modelliert. Es handelt sich um eine Situation, in der der Abnehmer genauere Informationen über die Nachfrageverteilung besitzt als der Zulieferer. Die Arbeit wird mit Hinweisen auf weitere Möglichkeiten der Modellierung und einem Ausblick auf eventuelle zukünftige Forschungsrichtungen auf dem Gebiet der Preisgestaltung geendet.

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