Beschreibung

Ausgehend von dem bisher weder gelösten noch überhaupt erklärbaren Phänomen geschlechtsspezifischer (Un)Sicherheiten im öffentlichen Raum stellt der Band eine konstruktivistisch orientierte, relational-prozesshafte Forschungskonzeption für eine verknüpfende Analyse räumlich-geschlechtlicher Fragestellungen vor, in der Geschlechter- und Raumverhältnisse als ein sich wechselseitig bedingendes Wirkungsgefüge gefasst werden. Unter Anwendung des forschungsmethodologischen Instrumentariums kann nachgezeichnet werden, dass heutige (Un)Sicherheiten historische Produkte gesellschaftlicher Wandlungsprozesse während des 18. und 19. Jahrhunderts sind, die sich auf Ausgehverbote und -gebote zur sozialen Kontrolle von Frauen im städtischen Außenraum zurückführen lassen. Gleichzeitig wird aufgezeigt, dass (Un)Sicherheiten heute als Produzenten räumlich-geschlechtlicher Ordnungsmuster wirksam werden.Raum Macht GeschlechtAls zentrale Kategorien des Sozialen durchdringen Geschlecht und Raum unseren Alltag in vielfacher und vor allem auch komplex miteinander verwobener Weise. In unterschiedlicher Schwerpunktsetzung setzt sich die Reihe Raum Macht Geschlecht mit beiden Kategorien in ihren Macht- und Ungleichheitsverhältnisse stabilisierenden und/oder auch destabilisierenden Wirkungen auseinander. Vergeschlechtlichte und verräumlichte Wirklichkeiten kommen dabei nicht isoliert voneinander in den Blick, sondern werden als ein sich wechselseitig bedingendes Wirkungsgefüge konzipiert und analysiert. Mit der intersektionalen Verknüpfung zweier nicht nur in der theoretischen, sondern auch in der empirisch-methodologischen Aufarbeitung sehr unterschiedlich ausdifferenzierter Kategorien eröffnet die Reihe neuartige Perspektiven in der Analyse sozialer Macht- und Ungleichheitsverhältnisse.Am Beispiel geschlechtsspezifischer (Un)Sicherheiten im öffentlichen Raum führt diese Veröffentlichung als erster Band in die Reiheein.

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