Beschreibung

In den ersten beiden Jahrzehnten der DDR war ein Theaterkonzept dominierend, das Identität der Zuschauer mit dem neuen Staat stiften sollte. Offene Theaterformen und Experimente der Moderne blieben dabei ausgeschlossen. Erst in den siebziger Jahren verschwand das Konzept des "sozialistischen deutschen Nationaltheaters" zusehends in der Praxis verschiedenster Spielweisen und Theaterauffassungen. Petra Stuber analysiert erstmals detailliert den Zusammenhang von Politik und Theaterkonzepten, wobei ihr Schwerpunkt auf der Theatergeschichte der ersten beiden DDR-Jahrzehnte liegt. Dabei untersucht sie die Arbeit von Gustav von Wangenheim, Wolfgang Langhoff, Bertolt Brecht, Heinar Kipphardt und Wolf Biermann ebenso wie die Brüche und Umwertungen der 70er und 80er Jahre am Beispiel der Arbeiten von Benno Besson, Frank Castorf, Jo Fabian und der ersten freien Theatergruppe in der DDR, Zinnober. In den Band wurden zugleich wichtige Dokumente der Theaterpolitik der DDR aufgenommen, darunter das verschollen geglaubte Protokoll der Stanislawski-Konferenz von 1953.

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