Beschreibung

Der Mythos ist eine menschheitsgeschichtlich uralte Denkgewohnheit, die in deutlichem Kontrast zur aktuellen wissenschaftlichen Welterklärung steht. Und doch deuten wir unsere Alltagswelt auch heute oft mythisch. Das Bedürfnis nach Mythen findet vor allem in den Medien eine Oase temporärer Befriedigung. Jana Magdanz zeigt auf, wie Medien mithilfe des Mythos zum Konsum verführen und besonders die Werbung urmenschliche Sehnsüchte mit dem Verlangen nach einem beworbenen Produkt verbindet. Mythische Symbole wie Götter und Helden, Archetypen wie Gestaltwandler und Schlange sowie verborgene narrative Strukturen erzeugen unzählige Identifizierungsoptionen für die Rezipienten und öffnen zugleich den Zugang zu ihrem Unterbewusstsein für maximale Werbewirkung. Der Mythos ist zu einem wichtigen, oft unbewusst angewandten Werkzeug der Medienschaffenden und Marketingabteilungen geworden. Die Autorin schlägt einen weiten Bogen von der theoretischen Verortung des Mythos, zeichnet das facettenreiche Bild seiner aktuellen Erscheinungsformen und untersucht zahlreiche aktuelle Werbebeispiele.

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