Beschreibung

Verschiedenheit ist ein zentrales Deutungsmuster (post-)moderner Wissenschaftsthemen und gesellschaftlicher Verantwortungsbereiche. Dabei werden sowohl das Differenzerleben als auch die Dynamik aktueller Diversifikationsprozesse in den Blick genommen – und zwar in dem Anliegen, produktive Wendungen durch kritische Reflexionsprozesse herbeizuführen, aber auch Ambivalenzen zu benennen, die nicht per se auflösbar sind. Im interdisziplinären Diskurs eröffnen sich neue Sichtweisen auf das Erleben und die Akzeptanz ‚gleichwertiger Differenz’ ohne Problematiken und Spannungsverhältnisse zu unterschlagen:(1) Gesellschafts- und sozialwissenschaftliche Ansätze nehmen eine Analyse sozialer Unterschiede in systemischen Ordnungen vor.(2) Im Bereich der Bildungswissenschaften richtet sich der Fokus auf   den Anspruch von Selbstbestimmung und Wertschätzung des Individuums in gemeinsamen Lebenskontexten.(3) Die Politik- und Religionswissenschaft thematisiert Teilhabe und Diskriminierung vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Pluralisierungserscheinungen und kulturell-religiöser Vielfalt. In ihren spezifischen Zugangsweisen stellen diese Argumentationslinien jeweils spezifische, zugleich aber auch ergänzende Sichtweisen auf heterogene Konstellationen und die mit ihrer Bewältigung verbundenen Herausforderungen in auszubalancierenden Handlungssituationen dar.

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