Beschreibung

Anders ist. Dass man allein schläft. Aber dabei nebeneinander schwitzt. Und sich umeinander dreht bis die Laken Knoten haben. Und man sich Platz macht und um Kissen schlachtet. Um dann kurz die Augen aufeinander aufzuschlagen und sich zu vergewissern. Dass der Traum wahr ist. Und dass man endlich erfährt ob man schnarcht oder sich viel über den Federkern wälzt und redet, wenn man unter sich selbst ist. Und dass man früher aufwacht als sonst. Weil man es kaum erwarten kann. Nebeneinander neu in die Decken geboren zu werden. Weil man gern bettlägerisch ist. Wenn es dort was zu tun gibt. Anders ist. Dass man permanent wartet. Auf einem Bett. Wenn sie tatsächlich versucht, sich noch schöner zu machen, im Bad hinter der Wand. An die man sein Ohr legt. Weil man es sogar mag, dem Wasser zuzuhören. Wenn es an ihr ins Tal stürzt. In einer Stadt. Wenn sie in ihrer ist. Mit dem Gefühl in jedem Schritt, dass sie hinter jeder Häuserecke stehen würde. Wenn sie nur könnte. An einem Tisch in der Bar. In der sie arbeitet. Scharrt man mit den Füßen unterm Stuhl. Bis Feierabend ist. Und man sich mit Luftschlangen und Konfettiküssen behängt. Und sich feierlich nach Hause um den Verstand bringt. Anders ist. Die Physik. Es krümmt einem den Raum. Kein Ziegel hält sich mehr auf dem anderen. Kein Beton der nicht außer Form fließt. Nichts von all dem, woraus sie Wände bauen, hält einen auf. Überall öffnen sich Türen. Tausend Wege zu gehen und nur ein Ziel.Wortakrobatisches Schreibvermögen.Prosa, die Dich umhauen wird!

Rezensionen ( 0 )
Noch keine Rezensionen vorhanden.
Sie können die Erörterung eröffnen.
Zitate (0)
Sie können als Erste ein Zitat veröffentlichen.
Genres:
Top