Beschreibung

Der Baum spürt den Wind in seinen Ästen. Das Feuer zappelt und flackert und ist lebendig. Der plätschernde Bach hört die Kinder an seinem Ufer lachen. Selbst ein Stein fühlt sich durch die Luft fliegen: Kinder halten viele unbelebte Objekte für lebendig und sprechen ihnen ein Bewusstsein zu. Einen Tisch dagegen halten sie für unbelebt, weil er alleine da steht. Und auch eine ziehende Wolke kann das eine oder andere Kind nicht erweichen, weil sie keine Arme hat. Der Entwicklungspsychologe Jean Piaget fasste dieses Phänomen unter dem Begriff Animismus zusammen. Kinder lernten erst im Lauf ihrer Entwicklung zwischen der physischen und psychischen Welt zu unterscheiden, so Piaget. Erst wenn sie sich ihrer selbst und ihrer eigenen Gedanken bewusst würden, entstehe hier eine klare Grenze. Die These wurde vielfach heiß diskutiert, wiederholt verworfen und abgewandelt. Antonia McDole klärt empirisch-qualitativ, ob es tatsächlich animistische Vorstellungen im Sinne Piagets gibt, ob sie verfahrensabhängig sind und ob man sie einfach als Wissensdefizit abtun darf.

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