Wie können Lizenzspiele Geschichten erzählen? Die Mediale Gesellschaft und ihre Gesellschaftsspiele

Beschreibung

"Die guten Gedanken über das Spiel sind rar, was damit zusammenhängt, dass der theoretische Mensch nicht geneigt ist, das Spiel ernst zu nehmen", schrieb schon Friedrich Georg Jünger. Dieser Trend ist in den Wissenschaften immer noch zu bemerken. Diese kulturtheoretische Arbeit möchte dem entgegenwirken und widmet sich deshalb dem Gesellschaftsspiel. Dabei wird sowohl auf die Beschäftigung des Spielens, als auch auf den medialen Charakter des Spiels eingegangen. Im Bereich dazwischen befindet sich das Lizenzspiel, dessen Produktions- und Rezeptionsbedingungen exemplarisch untersucht werden.Lizenzspiele sind Gesellschaftsspiele mit einem Thema, welches bereits als Fernsehserie, Film, Buch oder PC-Spiel vorliegt. Lizenzspiele nehmen damit eine wichtige Stellung in der Vermarktung von Medienverbundsystemen ein. Deren Analyse liefert aber auch Erkenntnisse über den Erzählaspekt von und in Gesellschaftsspielen allgemein. Kann in einem Spiel eine Geschichte erzählt werden? Lässt sich »Erzählen« mit einer aktiven Teilhabe vereinen? Die Beantwortung solcher Fragen mündet in eine Theorie des darstellenden und abbildenden Narrativs und der Inhaltsanalyse von zwei bekannten Spielen.Der Autor ist selbst seit drei Jahren in der Branche als Spieleautor und Spieleredakteur tätig. Zusätzlich zu seinem Fachwissen fusioniert er hier Wissensbestände der Game Studies, der Publizistik und der Narratologie. Experteninterviews mit den Redakteuren der größten deutschen Spieleverlage unterfüttern dabei die ausführliche theoretische und inhaltsanalytische Abhandlung.

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