Beschreibung

Das Thema Integration hat Hochkonjunktur. In Politik und Medien nahezu täglich erwähnt und fast exklusiv auf Muslime bezogen, wird meist so getan, als wäre der Begriff common sense und selbsterklärend. Tatsächlich aber sind die Auffassungsunterschiede im Verständnis dessen, was es heißt integriert zu sein und wann von einer erfolgreichen Integration gesprochen werden kann, gravierend. Ulrich Krainz geht diesem vielschichtigen Begriff auf die Spur, thematisiert das Verhältnis von Integration und kultureller Identität und analysiert die Situation jener Personen, die von der Integrationsfrage selbst betroffen sind. Im konkreten Fall handelt es sich um Muslime der so genannten zweiten Generation - österreichische Staatsbürger - die ihren verpflichtenden Wehrdienst bzw. Wehrersatzdienst ableisten. Integration durch Staatsdienst? Auf jeden Fall ist der Staat in Gestalt seiner Institutionen in der Situation, sich sehr konkret um die Integration der männlichen muslimischen Österreicher kümmern zu müssen. Das Militär ist ein System, das auf Uniformität und Homogenität abzielt, weshalb die Berücksichtigung von Unterschiedlichkeit in so einem Kontext ein besonderes Konfliktpotenzial mit sich bringt. Diese Studie ermöglicht einen Blick hinter den Vorhang, lässt die Betroffenen selbst zu Wort kommen und zeigt, welche Erfahrungsmuster auf Seiten der "zu Integrierenden" auffindbar sind.

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