Beschreibung

Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit sich die Zweisprachigkeit bei simultan zweisprachig aufwachsenden Kindern auf ihre Lesekompetenz, bzw. aus sprechwissenschaftlicher Sicht auf das sinnfassende Lesen auswirkt. Dazu werden zunächst die Grundlagen zum Thema Zweisprachigkeit vorgestellt. Zudem werden Faktoren genannt, die eine zweisprachige Erziehung beeinflussen können. Im Weiteren wird darauf eingegangen, inwieweit sich die Fachliteratur bisher mit dem Thema der simultanen Zweisprachigkeit im Schulalter beschäftigt hat. Es wird gezeigt, dass simultan zweisprachig aufgewachsene Kinder im Allgemeinen unter anderem Wortschatzlücken sowie Unsicherheiten und Fehler in der Grammatik aufweisen.Im Anschluss wird der Stand der Literatur zur Lesekompetenz betrachtet, und zwar sowohl aus Sicht der Sprechwissenschaft als auch aus Sicht der Zweisprachigkeitsforschung. Dabei wird die sprechwissenschaftliche These aufgegriffen, dass Vorlesen das Textsinnverstehen fördert. In der Literatur zur Zweisprachigkeit wird davon ausgegangen, dass Lesefähigkeiten der einen Sprache mühelos auf die andere übertragen werden können. Dennoch wird gezeigt, dass sukzessiv zweisprachig aufgewachsene Kinder im Allgemeinen langsamer als einsprachige lesen und größere Probleme damit haben, einen Text zu verstehen. Im darauf folgenden empirischen Teil werden sieben norwegisch-deutsche Kinder untersucht, welche jeweils einen deutschen und einen norwegischen Text vorlesen und im Anschluss Verständnisfragen dazu beantworten. Sowohl die Vorleseleistung als auch die Fähigkeit, adäquat auf die Verständnisfragen zu antworten, werden mit einer jeweils einsprachigen Kontrollgruppe verglichen. Zudem wird untersucht, ob die Kinder qualitative Unterschiede beim Vorlesen und Textsinnverstehen in ihren beiden Erstsprachen aufweisen.

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