Beschreibung

Am 9. September 1881 in einem kleinen Dorf hoch oben in den Schweizer Bergen: Die kleine Katharina wird zusammen mit ihrem jüngeren Bruder zur Großmutter geschickt. Dort soll sie die nächsten Tage verbringen, bis die Mutter ihr sechstes Kind zur Welt gebracht hat. Katharina könnte froh sein, daß sie weg darf, doch die Mutter sieht krank aus, und dem Mädchen bleibt nicht verborgen, daß die Nachbarn und Gäste in der Wirtschaft ihrer Eltern merkwürdig unruhig sind. Mit gemischten Gefühlen macht sich Katharina deshalb auf den Weg. Seit Tagen regnet es, und nicht nur das Wetter sorgt im Dorf für gedrückte Stimmung. Von einem Hang sind einige Tannen ins Tal hinabgestürzt, und irgend etwas braut sich zusammen. Aber was? Soll man sich wegen ein paar Tannen und Steinschlägen aufregen und allen Ernstes die Fabrik am Ort schließen? 150 Männer sind dort mit dem Abbau von Schiefer beschäftigt, und die dürfen Lohn und Brot nicht verlieren. Dann könnte man genausogut auch Katharinas Angsttraum wahrmachen und das ganze Dorf wegschicken "In Franz Hohlers Novelle, die ihren großen Vorfahren von Jeremias Gotthelf bis Gottfried Keller in nichts nachsteht, hört man die Ofen vor sich hinsummen, die Stufen der Holztreppen knarren, und der Geruch des Schnaps, den die Männer trinken, steigt einem in die Nase. Hohler liebt diese Bergwelt, das karge und elementare Leben der Menschen dort. Und natürlich haben alle nur gute Gründe, ihr Leben, so wie sie es kennen, nicht aufgeben zu wollen. Warum aber kommt niemandem in den Sinn, diesen guten Gründen wenigstens ein einziges Mal zu mißtrauen?

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