книга Zerreissproben
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Zerreissproben

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Mit seiner «Geschichte des Westens», deren abschließender vierter Band «Die Zeit der Gegenwart» zum SPIEGEL-Bestseller geworden ist, hat Heinrich August Winkler den aktuellen politischen Diskussionen eine unverzichtbare Grundlage gegeben. Der renommierte Historiker mischt sich...Ещё
Mit seiner «Geschichte des Westens», deren abschließender vierter Band «Die Zeit der Gegenwart» zum SPIEGEL-Bestseller geworden ist, hat Heinrich August Winkler den aktuellen politischen Diskussionen eine unverzichtbare Grundlage gegeben. Der renommierte Historiker mischt sich aber auch immer wieder selbst mit «Interventionen» in das Zeitgeschehen ein. Ob Winkler die Feder kritisch, polemisch oder ironisch spitzt – stets sind seine Lageanalysen und Urteile fundiert, klar verständlich und pointiert. Dieser Band versammelt seine wichtigsten Beiträge aus den vergangenen 25 Jahren.
  • 9783406684258

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25 января 2021 г.

Die Ungeduld verlangt das Unmögliche, nämlich die «Erreichung des Ziels ohne die Mittel»: So heißt es in Hegels «Phänomenologie des Geistes».

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25 января 2021 г.

Die sogenannte «Ost-Erweiterung» der EU im Jahre 2004 war in Wirklichkeit nichts anderes als eine Wiedervereinigung des alten Okzidents, der 1945 auf der alliierten Konferenz von Jalta willkürlich auseinandergerissen worden war

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25 января 2021 г.

Die postnationale Rhetorik ist ebenso unhistorisch wie politisch kontraproduktiv: Sie droht den Nationalismus zu fördern, den ihre Wortführer zu bekämpfen glauben.

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25 января 2021 г.

Die Deutschen hatten ihren ersten Nationalstaat, das 1871 von Bismarck gegründete Reich, ruiniert: Daran gab es nichts zu deuteln. Aber ein deutscher Anspruch, anderen Nationen das Recht auf ihren meist sehr viel älteren Nationalstaat streitig zu machen, ließ sich aus diesem Sachverhalt nicht ableiten

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25 января 2021 г.

Aber als eine «postnationale Demokratie» hatte sich vor 1990 allenfalls die alte Bundesrepublik empfunden, die in der Tat ebenso wenig ein Nationalstaat war wie die DDR.[4] Die älteren europäischen Nationalstaaten haben nie daran gedacht, in einer postnationalen Föderation aufzugehen, am wenigsten jene ehedem kommunistisch regierten acht ostmitteleuropäischen Staaten, die seit dem 1. Mai 2004 der EU angehören: Sie wollten die wieder- oder neugewonnene Souveränität, die sie so lange hatten entbehren müssen, nicht gleich wieder durch einen neuen Hegemon, Brüssel, beschränkt sehen